Erneuerung einer veralteten und in Teilen nicht mehr funktionsfähigen Client-Management-Infrastruktur an 15 Standorten, anschließender Betrieb und strukturierte Übergabe.
Ausgangslage
Die Client-Management-Infrastruktur eines Industrieunternehmens mit weltweit verteilten Standorten war über Jahre gewachsen und in wesentlichen Teilen nicht mehr funktionsfähig.
Konkret hieß das: Downloads von Anwendungen brachen ohne nachvollziehbares Muster ab. Eine Patchverteilung war nicht möglich. Eine zentrale, standardisierte Betriebssysteminstallation gab es nicht. Und nicht alle Standorte waren überhaupt an die zentrale Verwaltung angebunden, an einigen hatten sich lokal eigene Wege etabliert.
Erschwerend kam der Zustand der Dokumentation hinzu. Es existierte keine belastbare Übersicht darüber, welche Server welche Aufgabe erfüllten, welche Anwendungen wie verteilt wurden und welche Regeln tatsächlich griffen. Vor jeder Entscheidung musste der Bestand erst rekonstruiert werden.
Die Umgebung war damit nicht nur veraltet. Ohne verlässliches Bild des Ist-Zustands lässt sich weder betreiben noch modernisieren.
Lösung
Am Anfang stand deshalb nicht der Aufbau, sondern die Bestandsaufnahme. Über mehrere Monate wurde erhoben, welche Komponenten existierten, welche Funktion sie hatten und welche Standorte wie angebunden waren. Diese Phase war der eigentliche Kraftakt des Projekts und die Voraussetzung für alles Weitere.
Auf dieser Grundlage entstand die neue Infrastruktur: zusätzliche Management-Server und weltweit verteilte Distribution Points, ein Cloud Management Gateway für Geräte außerhalb des Unternehmensnetzes und lokales PXE-Booting an den Standorten. Die Kommunikation zwischen Clients und Servern wurde auf zertifikatsbasierte Verschlüsselung umgestellt. Standorte, die zuvor außen vor waren, wurden angebunden.
Darauf aufbauend entstanden die Betriebsprozesse: eine mehrstufige Updateverwaltung, die vollständige Betriebssysteminstallation für Clients und Server über MECM, eine strukturierte Treiberverwaltung sowie Compliance-Regeln, über die Unternehmensvorgaben technisch durchgesetzt werden.
Rund 300 Anwendungen wurden nach MECM überführt und für die vollautomatische Installation aufbereitet, dazu monatlich 15 bis 20 Updatepakete. Die Überführung erfolgte mit dem ceterion Packaging Framework und dessen MECM-Importmodul. Darunter waren rund 30 CAD-Anwendungen, deren Version und Konfiguration durch Vorgaben der Auftraggeber festgelegt sind und die deshalb keinen Spielraum bei der Paketierung lassen.
Auch die Erzeugung des Citrix Golden Master und der Images für Omnissa Horizon läuft über dieselbe Infrastruktur. Damit gibt es einen Weg für alle Softwareverteilung statt getrennter Verfahren je Plattform.
Betrieb und Übergabe
Nach Abschluss des Aufbaus hat ceterion den Betrieb übernommen. Die Umgebung wurde im Rahmen einer strukturierten Transition an die neue Betriebsorganisation des Kunden übergeben. Dazu gehörten vollständige Betriebsdokumentation, Wissenstransfer und eine begleitete Übergabephase.
Ergebnis
- 2.500 Clients und 350 Server an 15 Standorten weltweit zentral verwaltet
- rund 300 Anwendungen vollautomatisch installierbar, dazu 15 bis 20 Updatepakete monatlich
Neuinstallationen, Updates und Anwendungsbereitstellung laufen weltweit über einen einheitlichen Weg. Unternehmensvorgaben werden nicht mehr per Anweisung kommuniziert, sondern über Compliance-Regeln technisch durchgesetzt und sind damit nachweisbar. Und die Umgebung ist so dokumentiert, dass ein anderes Team sie übernehmen konnte. Das war der Zustand, der am Anfang gefehlt hat.
